far away from home

Dienstag 18. März

wir sind big in berlin

nachdem ich ganz verschreckt und mit den nerven am ende aus dem flugzeuge und in ein taxi steige wird mir schlagartig klargemacht, dass eben autofahren doch gefährlicher als fliegen ist: mit einem kleinen ruck fliege ich nach vorn und da das auto hinter dem taxi auf dessen stoßstange knallt. aber da ich grad so runter mit den nerven bin, kann mich das auch nicht mehr schocken. mir passiert nichts und ich wechsle in ein anderes gelbes gefährt und lande nach nur kurzer zeit im kiez meiner wahl bei meinem geliebten julchen.
nach einem yogi-wohlfühl-tee und j.s anwesenheit gehts mir wieder soweit gut dass ich mich zusammen mit j. in die große große stadt wage.
zunächst hauen wir uns die bäuche voll um anschließend im raucherlokal (gibts echt nicht viele) unserer wahl ein gläschen zu kippen.
heut sind wir mindestens 4h stunden durch die stadt und an den ganz großen sights vorbei spaziert. sehr schön und seltsam auch ein bisschen. laut j. war das heute der schönste tag seit sie hier ist. es hat die sonne geschienen, aber es war so sau kalt, dass ich ernsthaft bereit gewesen wäre eine kappe aufzusetzen auch wenn ich das eigentlich ganz und gar nicht mag. j. meinte, die letzen wochen hat es eigentlich immer nur geregnet, geschneit und es ging so ein wind, dass auch der beste regenschirm nichts bringt. nebenbei ist es sau kalt, hab ich das schon erwähnt?
trotzdem ist es sehr hübsch und interessant hier. es gibt einfach an einem abend so viele verschiedene veranstaltungen, lesungen etc wie in innsbruck in einem ganzen jahr nicht. ich freu mich jedenfalls schon auf mai wenn ich dann selber mal eine zeitlang hier wohn.

Montag 29. Oktober

...

venedig?

Donnerstag 16. August

in paris begrabens die pariser #1

ich möchte immer wieder über paris schreiben, weil ich auch immer wieder daran denken muss und dann teilweise auch in ganzen, schönen sätzen, die ich dann doch nicht schreibe, weil immer der zusammenhang fehlt. kann ja schlecht alles aufschreiben, was war.

versailles kann x.'s ansprüchen an prunk nicht genügen, deshalb spinnen wir stundenlang weltherrschaftsphantasien, in denen wir die herrschaftlichen residenzen dieser welt in unserem freundeskreis aufteilen und zum beispiel die innsbrucker komparatistik auf die gesamte hauptuni ausweiten (was ja mittlerweile bald ansteht) inklusive jet-ski und meiner neuen lebensaufgabe, der aufzucht von babytieren.

es gibt auch eine metro, die ohne fahrer fährt. also nur wagons, die noch dazu durchgängig sind und nirgends ein armaturenbrett, ferngesteuert also. jede/r, der/dem ich es erzähle fragt sofort: und wenn was passiert? obwohl man sich ja auch nicht mehr fürchtet ohne liftboy lift zu fahren. anyway, tastes like future, baby.

in den katakomben versuchen wir immer, uns ein bisschen von der gruppe abzuspalten um pietätlose scherzfotos zu machen.

in kirchen, museen und auf friedhöfen finden wir auch fast immer die gelegenheit, pietätlose scherzfotos zu machen.

während ich mir jemanden wünsche, der mir kapitele und mosaikdarstellungen erklärt (ich bin ganz versessen auf kunsthistorische random information, liegt wahrscheinlich an meiner kindheit), mault x. über die faschistoide institution der katholen. trotzdem kaum ernstzunehmenden zwist deshalb.
generell sehr harmonisch alles, bis auf mittelschwere geschmackskrise wegen socken und sandalen.

am heimweg treffen wir creekpeople im zug, mit dem wir uns klasse unterhalten (zumindest meine einschätzung, ob der gute von uns beiden auch so beglückt war, bleibt zu hoffen). er meint, dass x. und ich teilweise gleichzeitig aber asynchron und sogar widersprüchlich reden. das verlangt dem zuhörer eine vielleicht unangenehm hohe portion an multitasking-fähigkeit ab.

p.s.: ich kann nicht mehr verlinken, warum?

Sonntag 8. Juli

drehleier

wien selber ist sehr gut zu mir. fühle mich sehr wohl, sowohl lebensmittel- als auch kleidungseinkauf haben mich nicht aus der bahn geworfen, was ungewohnlich ist. produktionsassistentin zu sein, ist kein highlight, wird aber graduell auch eher besser als schlechter. werd mich auch die kommende woche nicht die ganze zeit am set aufhalten (das ist der vorteil, wenn man nicht gar so wichtig ist) sondern brav an meinen arbeiten arbeiten und ab und an raus gehen und irgendwas machen.

der film ist eigen. vor allem extrem aufwendig. manchmal hab ich so das gefühl, dass der einfache weg mit absicht gemieden wird. alle sterben und es gibt viele stunts und dolly fahrten und steady cam und green screen und schießereien und FX und kunstblut und geschminkte kopfwunden. es versucht professionalität auszustrahlen und die einzelnen departments sind durchweg mit richtig guten leuten besetzt, aber dadurch wirds halt auch dementsprechend weniger persönlich und man bekommt irgendwie keine richtige bindung zu dem projekt. und professionell bezahlt wird man halt trotzdem nicht. der aufnahmeleiter j. hat einen vollknall und als er beim essen von seiner zeit als pfadfinderlagerleiter erzählt wundert mich das sowas von überhaupt nicht. dieser mann bringt schlechte seiten an mir hervor, g. sagt, so aufmüpfig kennt er mich gar nicht. seine ablöse, aufnahmeleiterin e. war auch schon beim "märz"-dreh dabei und mir folglich wohlgesonnen. da gings mit meiner position aber rasant aufwärts! georg friedrich redet in echt genauso wie in seinen rollen und war zwei jahre lang taxler, ansonsten ist er introvertiert und ein sauguter schauspieler.

hab schon ein angebot im november für einen film von der filmakademie wieder ausstattung zu machen. würd mich schon reizen ... allein dafür hat sichs schon gelohnt. will aber generell noch ein bisschen nachbohren bei den heinis, wie denn die akademie so ist und wie man reinkommt und ob sie nicht projekte haben, wo sie eine unverbrauchte (euphemismus für unbeleckte) regieassistentin brauchen könnten.

Samstag 24. Februar

hongkong in stichworten

wohnen: 10qm fuer 4 personen ein bett ausziehbar
gegenueber unseres hostels ist ein pet spa
essen schmeckt undefinierbar ist meist aber eigentlich nicht chinesisch sondern koreanisch, taiwanesisch oder so
in einem tea house gibts nur tee wenn man auch etwas isst, billigste moeglichkeit schuessel reis plus ein gemuese dafuer tee soviel man will zu zweit 14 euro
es gibt unmengen an hochhaeusern jeden tag um 20h lasershow bei skyline
nahezu alle flachen teile sind aufgeschuettet hongkong island besteht eigentlich nur aus einem berg; auf den kann man hinauffahren mit einer art hungerburgbahn; oben gibts ein einkaufszentrum und ganz oben eine aussichtsplattform (nach ca. 10 rolltreppen)
es gibt alle fastfood und anderweitige ketten ueberall (KFC, starbucks, mc donalds, olivers....)
es gibt auch ein meer
es gibt auch alle nobel mode labels, die leute stehen dafuer auch vor der tuere an
bewegen uns groesstenteils durch museen da es regnet
ueberall wird madonna gespielt und grad gesehen madonna auf h&m plakaten ohne ende in der metro
zusammenfassung: freaky schraeg und seltsam, man glaubts nur wenn mans gesehen hat

Freitag 23. Februar

die kunstseidenen mädchen I

i. - b.
wir fahren mit der deutschen bahn. mein gott sind hier alle höflich und anständig. der barbie-ken (da fällt mir auf, ein mann, der völlig über seine freundin definiert wird), der unsere fahrscheine kontroliert ist sehr geduldig, repariert die steckdose mit einem bleistift, wie mcgyver und so adrett mit seinem portable fahrscheindrucker geht sonst keiner um! die frau von der mobilen brezeleinheit hat hinten auf ihrem sweater die getränkepreise abgedruckt. niemand wagt es auch nur sich zu unterhalten, geschweige denn handytöne auszuprobieren, selbst die laptop tastaturen klicken gedämpft. als dann doch jemand telefoniert, tut er das in ausgesuchtestem englisch und sehr eloquent. o. und ich fallen durch lautes lachen unangenehm auf und können unsere hinterwäldlerherkunft wieder einmal nicht verbergen.

Samstag 17. Februar

insel phlegma

heute erst zurueck von der insel
flattrig und zitternd aus dem mini flugzeug ausgestiegen das denn beinamen wolkenschiff wahrlich verdient haette

jetzt startschuss zum saigon sightseeing

ach ja und happy new year waere noch zu sagen, heute faengt naemlich laut chinesischem kallender das neue jahr an. weshalb auch in saigon alles sehr lustig bunt und schraeg ist
gehen spaeter noch zur dong khoi einer strasse wos ziemlich abgehen soll.... man macht sich jedenfalls auf alles gefasst....

Freitag 9. Februar

...

sind nach 19 stunden liegewagenfahrt mit dem zug wieder in saigon. man glaubt es kaum aber im zug schlafen ist unheimlich angenehm.

gestern haben wir uns die kaiserstadt in hue angesehen. dank mehreren militaeroffensiven verschiedenster laender und einem grossen brand ist davon allerdings nur mehr recht wenige erhalten. eigentlich entspricht d9ie kaiserstadt der aufteilung nah der in peking allerdings ist sie um einiges kleiner, aber was heisst schon kleiner, trotzdem misst die aussenmauer immer noch 11km umfang. die purpurne stadt, der innere nur dem kaiser plus familie und nahezu 300 konkubinen vorbehaltene teil ist ebenfalls von einer mauer umgeben und ziemlich riesig, verschiedene dinge lassen sich nur noch erahnen allerdings lassen diese auf eine nicht besonders bescheidene ausstattung schliessen.
teile der purpurnen stadt wurden renoviert bzw eigentlich neu aufgebaut. zb, der palast der kaisermutter. neben mehreren haeusern und gebaeuden gibt es dort einen kleinen see mit seerosen und sommerpavillon. sehr schick und vorallem sehr gemuetlich....
eindeutig sehenswert.

das allerbeste vorgestern war jedoch als wir auf eigene faust ein bisschen durch hue spaziert sind. als wir an einem haus vorbei gekommen sind haben uns einige vietnamesen die gerade dabei waren irgendwas zu feiern (die party war voll im gange) hergewunken und uns eingeladen mit ihnen zu essen und zu trinken. kaum niedergesetzt hatte auch schon jeder von uns ein glas bier und eine schuessel mit staebchen vor sich stehen. chou oder so heisst auf vietnamesisch prost. und geprostet wurde die ganze zeit. kaum hatte man jedoch das glas bis zur haelfte leer getrunken wurde schon wieder aufgefuellt. ein fass ohne boden. zusaetzlicher bonus: es gab einen angagierten keyboardspieler plus saenger. die musik war unheimlich laut aber der hammer.
binnen kuerzester zeit waren wir jedenfalls stock betrunken und b. und n. haben dann auch noch das tanzbein geschwungen. alles in allem extrem witzig.


morgen fliegen wir nach phu quoc eine insel vor der kueste von kambodscha.

Dienstag 6. Februar

hue

mittlerweile sind wir un hue angekommen ungefaehr bei der haelfte von vietnam.
morgen sehen wir uns die kaisergrabanlagen rund um hue an. mit eigenem taxi und jedermenge zeit. der trip nach my son war naemlich eher schraeg. leider haben wir einen touribus erwischt mit karaoke singendem vietnamesischem guide: der fuer jeden ersichtlich schon hundert mal die gleiche geschichte mit den gleichen witzen erzaehlte. nachdem wir in der anlage dann auf eigene faust herumgewandert und nicht seinen schritten und ausfuehrungen gefolgt sind war er doch eher grantig. aber was solls...

highlight des heutigen tages: beim abendessen teletubbiesteller. aber solche mit getrennten abteilungen dass auch die sosse nicht zusammenrinnt. dinge die man sich eingentlich unbedingt zulegen sollte...

(schweigen im tale?)

Sonntag 4. Februar

hoi an

nach 18h zugfahrt mit nachtliegewagen, freezing aircondition und 1/2h fahrt mit taxi

das beste an diesem staedtchen es gibt 100erte schneidereien und schuhmacher. da waehlt man einfach seine schuhart aus am naechsten tag kann man seine hoechstpersoenlichen massgeschneiderten schuhe oder jacke oder hose oder kleid kurz einfach alles abholen. im spottpreis inbegriffen unglaublich freundlicher service.

wir mussten sowas auch haben....

morgen gondeln wir zu einer riesen tempelanlage in einem kleinen tal und dann mit dem boot wieder zurueck, soweit jedenfalls der plan. allerdings darf ja mit allem gerechnet werden.

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